Login    Register    Thursday, September 09, 2010      Search  
 Unser Kirchenvorstand Minimize

Unser neu gewählter Kirchenvorstand besteht aus 12 gewählten Gemeindegliedern und einem Pfarrer. Die Gemeinde entschied sich die Zahl der KVler um 2 zu erhöhen, da ausreichend motivierte und gute Menschen die Arbeit mittragen wollen. Obwohl in der letzten Jahr nicht nach Ortsteilen gewählt wurde (die sogenannte Bezirkswahl) sondern nach einer Liste (Einheitswahl) bleibt die Zusammensetzen wie gehabt: 4 Mitglieder wohnen in Grebenhain, 3 in Crainfeld, 3 in Bermuthshaun und 1 in Vaitshain.

Und das sind die Vertreterinnen und Vertreter unserer Gemeinde:

Sabine Eichenauer-Müller, Nadine Hämel, Gottfried Höhn, Gerlinde Kowalski, Erwin Langwasser, Marianne Pfannstiehl, Reinhard Rausch, Manuela Rausch, Sonja Riederer, Anneliese Schmelz, Cornelia Schneider, Bettina Stier.


    
 Text/HTML Minimize

Forstsetzung

Offenheit gegenüber dem Handeln Gottes. Denn ihre grundlegende Ausrichtung empfängt die Kirche und über das, was sie erreichen will, verfügt sie letztlich nicht. Darum muss gebetet werden. – Und das zu

wissen unterscheidet das Leitungshandeln in der Kirche letztlich auch grundlegend von dem in anderen Organisationen.

Aber eben dieses Gebet zu Beginn und zum Ende der Sitzung umschließt nun eine konkrete Tagesordnung, in der der Kirchenvorstand so gut organisiert wie möglich tut, was nötig ist, um die vorhandenen

Mittel so zielgerichtet wie möglich einzusetzen. Gebet und strategisches Handeln gehören zusammen. Leitung in der Kirchengemeinde will in diesem Sinne als menschliches Handeln gewagt werden – und

Leitung kann in diesem Sinne auch mit der nötigen Gelassenheit gewagt werden, weil sie in den Horizont Gottes gestellt ist.

Was macht strategische Leitung in der Kirchengemeinde geistlich?

Das geschieht nach evangelischem Verständnis weder dadurch, dass die Leitung durch Geistliche stattfindet, noch ist es die innere Gestimmtheit der Leitenden oder der Einbezug spiritueller Elemente in

die Leitungszusammenhänge. Strategische Leitung wird auf der Ebene der Kirchengemeinde dadurch geistlich, dass sie durch den Kirchenvorstand verantwortet wird – im Horizont des Evangeliums und im

Vertrauen auf den Geist Gottes.

Hier eine entsprechende Kultur in der Kirchenvorstandsarbeit zu entwickeln,

ist eine lohnende Aufgabe für jeden neu gewählten Kirchenvorstand.

André Witte-Karp

 

Die Ziele im Auge behalten

Aber geistliche Gemeindeleitung ist nicht damit schon gegeben, dass es „fromm“ zugeht. Es geht um die Ziele und Wege der Gemeinde, um die inhaltlichen Schwerpunkte, die Kirchenvorstände setzen. Was ist

das Ziel unserer Arbeit in der Gemeinde? Wenn es um die Ausrichtung der Gemeinde geht, bewegen sich alle Entscheidungen in folgendem Dreieck:

  • Was immer getan wird – die Gemeinde ist dem Evangelium verpflichtet.
  • Entscheidungen des Kirchenvorstandes müssen sich an Hoffnungen
  • und Sehnsüchten der Menschen orientieren. Sie müssen ihre
  • Zuversicht stärken und ihrem Glauben dienen; ihre Lebensnöte wenden,
  • so weit das möglich ist.

Keine Kirchengemeinde existiert für sich allein. Die soziale Situation eines Ortes prägt auch sie. Alle Themen und Konflikte finden sich auch im Leben der Kirchengemeinde wieder. Und es gibt Traditionen,

die gepflegt werden wollen. Auch wer neue Wege gehen will, muss wissen, wo er herkommt und was vor Ort an Neuerungen notwendig und möglich ist.

In allen Diskussionen und Entscheidungen über den Weg einer Gemeinde wird dieses Dreieck eine Rolle spielen. Das Ziel aller Arbeit in der Gemeinde ist, dass Menschen zum Glauben an Gott finden und

diesen Glauben fröhlich und selbstbewusst leben, in guten und in schweren Zeiten, allein und in der Gemeinschaft. So können Gemeinden auch äußerlich wachsen, weil sie neue Menschen für den Glauben

Geistliche Gemeindeleitung hat damit zu tun, solche Prozesse und Wege anzuregen, die Sehnsucht nach dem Wirken des Geistes zu wecken und wach zu halten. Das Wichtigste an der geistlichen Gemeindeleitung ist daher etwas scheinbar Passives, was aber in höchster Weise aktiv ist: dem Geist Gottes Raum zu geben. Man kann auch sagen: Geistlich leiten heißt sich selbst der Leitung des Geistes anvertrauen und so auch andere leiten können.

Geistliche Gemeindeleitung praktisch

Geistlich leiten ist zunächst, weitergeben, was wir selbst empfangen haben:

Gottes lebendig machenden Atem.

Wie wir diesen Lebenshauch weitergeben können?

Erst einmal durch Erzählen der Ge- schichten, in denen Gott seinen Leben fördernden Geist hat wirken

lassen. Dazu gehören die Geschichten von Menschen, die sich dem Leiten des Geistes anvertraut haben, wie wir sie im Alten und Neuen Testament finden. Diese Geschichten wieder und wieder

zu lesen und zu erzählen, sie auf das eigene Leben zu beziehen, in ihnen den eigenen Glauben zu nähren – das ist der Anfang geistlicher Gemeindeleitung. Das ist auch die Begründung für die Andacht am

Anfang der Kirchenvorstandssitzung: Sie hilft, sich dem Geist Gottes zu öffnen, seinem Wirken Raum zu geben.

Es ist eine Hilfe zur eigenen „geistlichen Kompetenz“, wenn Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher sich mit theologischen Fragen beschäftigen, die eigenen Überzeugungen in Sachen Glauben und Lebenspraxis mit den anderen teilen und sich darüber auseinandersetzen. der Sitzungen, die oft genug unter Zeitdruck und überbordender Tagesordnung leiden, übertragen werden. In den Sitzungen geht es um

Finanzen, den Kindergarten, das Altenheim, die Jugendgruppe, den Neubau, die Orgel, die Renovierung des Gemeindehauses und anderes.

Seltener geht es um die zentralen Inhalte des Glaubens: Wie können Menschen mit dem Evangelium erreicht werden? Bei aller Diskussion wird es letztlich immer um die Frage gehen, ob die jeweilige

Entscheidung Leben in die Gemeinde bringt.

 

Wichtige Fragen für Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher

sind deshalb:

• Was sind die Ziele der Gemeindearbeit, die der neu gewählte

Kirchenvorstand ermitteln und immer wieder überprüfen muss?

• Dienen unsere Ziele der einen großen Aufgabe, das Evangelium

unter die Menschen zu bringen?

• Werden alle Haupt- und Ehrenamtlichen wahrgenommen und

wertgeschätzt – etwa durch Angebote zur Fortbildung, durch

regelmäßige Begleitung, durch Feste und ein gutes Miteinander?

• Haben alle Mitarbeitenden genügend Material und Hilfsmittel

für ihre Arbeit – von Räumen, Schlüsseln bis hin zu Computern,

Kopierern und anderem?

• Sind die Räume der Gemeinde offene, einladende und von

Gastfreundschaft geprägte Orte? Fühlt man sich in ihnen wohl?

• Gibt es klare Arbeitsbeschreibungen, wie Dienstanweisungen,

Verabredungen und Verträge? Wird die Persönlichkeit der

Mitarbeitenden gesehen und geschätzt? Darf man sich auch

Schwächen erlauben, gibt es einen fehlerfreundlichen Umgang

und die Chance zu neuen Anfängen nach Irrtümern?

• Sind die Beziehungen gerecht, friedliebend und lebendig

gestaltet? Findet ein fairer Ausgleich der Interessen statt?

• Lebt die Gemeinde nur im Augenblick oder hat sie eine

Perspektive für die Zukunft? Werden die Alten geachtet und die

Jungen nicht vergessen? Gibt es eine ökumenische Weite oder

ist sich die Gemeinde selbst genug?

Gelingendes Leitungshandeln wird daran erkannt, ob die Gemeinde

einladend ist, ob sie ein Ort und ein Werkzeug für die Kommunikation des Evangeliums wird und ob sie Räume öffnet, in denen Gottes Geist

wirken kann. Leitungshandeln gelingt auch da, wo Menschen im Glauben und in der Gemeinde eine Heimat finden und wo sie ermutigt werden, ihr Christsein in allen Lebenszusammenhängen fröhlich

und unverkrampft zu leben.

Auf den ersten Blick mag es merkwürdig erscheinen: Eines der Kennzeichen für gute Gemeindearbeit ist, ob Christinnen und Christen in der Gesellschaft als solche erkennbar werden. Es geht darum, als

Christen in den Alltagsbezügen erkennbar zu werden – im Betrieb, in der Schule, im Lehrsaal, in der Frühstückspause. Auch darauf zielt das leitende Handeln von Kirchenvorständen ab.

Geistliche Gemeindeleitung konkretisiert sich in Entscheidungen, die gefällt werden. Sie hat klare leitende Werte: Das Evangelium hilft zur Orientierung. Die Menschen sind bei allen Entscheidungen im Blick.

Und es geht immer um das Hier und Jetzt. Ganz schlicht: Ein Kirchenvorstand achtet darauf, dass die richtigen Dinge getan werden und sie in der richtigen Weise getan werden. Beides muss zusammenkommen, denn gut gemeint ist noch nicht gut gemacht.

Die Wahrheit ist auf dem Platz

Es lässt sich trefflich in großen Theorien über die theologischen Aufgaben

eines Kirchenvorstandes diskutieren. Aber die Worte müssen umgewandelt

werden in alltägliche Taten.


    
 Unsere Kichenvorstand Mitglieder

Aufgaben

des Kirchenvorstandes

eine theologische

Betrachtung

 

Was ist das „Geistliche“ an der geistlichen Gemeindeleitung? Ist

es das Gebet oder die Andacht am Anfang einer Sitzung des Kirchenvorstandes? Ist es der Ton, in dem geredet wird – sanft, konfliktfrei,

nicht ganz von dieser Welt?

Vom Wortsinn her hat „geistlich“ mit „Geist“ zu tun. Mit dem Geist Gottes und dem Geist, der Menschen beseelt und bestimmt. Es kommt darauf an zu wissen, wes Geistes Kind man ist, zumal, wenn es um Fragen von Durchsetzung, Macht und Selbstbehauptung geht. Der Geist Gottes ist Lebenshauch, er macht lebendig, was erstarrt ist: Er ist in Bewegung und setzt in Bewegung. Er weht, wo er will. Wir

haben ihn nicht zur Verfügung. Und doch: Wo Jesus als der Herr bekannt wird, wo der Unordnung gewehrt wird und der Frieden Einzug halten kann, da ist der Geist am Werk. Wo Entscheidungen nicht

den Stempel des Sieges der einen und der Niederlage der anderen tragen, da ist der Geist Gottes am Werk. Wo das Augenmerk sich nicht nur auf das Große, Glänzende, Strahlende richtet, sondern auch auf

die Kleinen, die Gescheiterten und Geschlagenen, die Verwirrten und Verzagenden, ist sein Geist am Werk. Wo es zu vertieftem Glauben inmitten des Zweifels kommt, wo Lebensvertrauen aus Gottvertrauen

seine Kraft ziehen kann, wo das Engagement für mehr Gerechtigkeit

in der nahen und fernen Umwelt sich aus der Liebe Gottes neuen Mut holen kann, da ist der Geist Gottes am Werk.

Den Geist Gottes lebendig zu halten, geschieht nicht im Alleingang einiger besonders frommer Leute. Es geschieht, wo Christinnen und Christen zusammenkommen, miteinander Gott feiern und ihn anbeten.

Wo sie Freude und Nöte teilen, nach seinen Wegen und seinem Willen fragen und ihn dann auch zu tun suchen. Und natürlich dort, wo sie miteinander das Notwendige tun, so wie es in ihrer Möglichkeit

steht und einander zum Glauben einladen, der sie selbst trägt. Das ist Gemeinschaft in der Gegenwart des Geistes.

 

weiter im linken Fenster unter "Unser Kirchenvorstand"

 


    
   
Copyright 2007..2009 by Informationselektronik Thomas Kauck    Privacy Statement